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E-Bike mit Solarstrom laden?

Es erreichen uns immer wieder Anfragen, ob es nicht möglich wäre, das E-Bike mit Solarstrom zu betreiben?

E-Bike laden mit Solarstrom

Es sind zwei Kategorien von Anwendern, die uns Anfragen schicken:

  • Die einen wollen den E-Bike-Akku abends im Wohnmobil (Wohnwagen, Camper etc.) aufladen:
    Das ist kein Problem! >>> Siehe Abschnitt E-Bike-Akku im Wohnmobil aufladen

  • Die anderen möchten unabhängig von einer erweiterten Infrastruktur ihr E-Bike mit Solarstrom ‘füttern’, sei dies aus ökologischen Überlegungen oder weil sie mit dem E-Bike unabhängig von Hotel- oder Campingplatz reisen möchten. >>> Siehe Abschnitt E-Bike mit Solarstrom laden

 


E-Bike-Akku im Wohnmobil aufladen:

E-Bike-Akku im Wohnmobil (Camper, Wohnwagen, Gartenhaus etc.) laden ist kein Problem, vorausgesetzt du hast eine Wohnraum-Batterie mit ausreichender Kapazität. Du benötigst zusätzlich zur Wohnraumbatterie (Wohnraum-, Aufbaubatterie) einen Wechselrichter (Inverter/Spannungswandler), der aus der 12V Versorgerbatterie 230V Strom erzeugt. An diesem Wechselrichter kannst du dann dein normales 230V-Ladegerät anschliessen und den E-Bike-Akku aufladen. Um einen 500W-Akku komplett aufzuladen benötigst du ca. 600 -700W (Verluste durch Wecheslrichter, Ladegerät und Kabel).

Berechnung der benötigten Leistung:

Angenommen, du willst 2 E-Bike-Akkus zu je 500W aufladen, hier die Berechnung der benötigten Batteriekapazität:
2 x 700W = 1400Wh -> entspricht bei 12V Batteriespannung = 116Ah 
(Im Maximum – beide E-Bike-Akkus ganz leer, was ja selten vorkommt)

Die benötigte Batteriekapazität:

AGM-Batterie (darf zu max. 50% entladen werden) mind. ca. 220Ah
(Aber du brauchst auch noch Strom für Licht, TV, andere Ladegeräte, evt. Lüfter etc.)
also besser 300Ah Batteriekapazität!

Lithium-Ionen-Akku (darf zu 90% entladen werden) mind. ca. 120Ah
(Aber du brauchst auch noch Strom für Licht, TV, andere Ladegeräte, evt. Lüfter etc.)
also besser 150 – 200Ah Batteriekapazität!

Hinweis: Bei der Berechnung der Batteriekapazität solltest du immer das ‘worstcase-szenario’ anwenden, denn manchmal scheint die Sonne nicht und du brauchst trotzdem Strom!

Wie viel Leistung muss der Wechselrichter haben?

– Für 1 E-Bike-Ladegerät ist ein 500W Wechselrichter ausreichend.
– Um 2 Ladegeräte gleichzeitig anschliessen zu können empfehle ich einen 1000W Wechselrichter.
Willst du zusätzlich auch eine Kapselkaffeemaschine betreiben, solltest du einen Wechselrichter mit 1500W kaufen.

Montagehinweis: Zwischen Wohnraumbatterie und Wechselrichter sollte eine Sicherung eingebaut werden, damit bei einem Kurzschluss die Batterie geschützt ist und das WoMo nicht abgefackelt wird.

Welche Solarleistung benötige ich? Wieviele Solarmodule muss ich haben?

Bei einem Tagesverbrauch von 100Ah benötigst du ca. 1300 – 1400Wp Solarleistung, um die Batterie wieder voll aufzuladen (12V  x 100Ah = 1200Wh plus Verluste durch Kabel, Solarladeregler etc.)

Die meisten Camper-Ratgeber sprechen von einem mittleren Solarertrag in Mitteleuropa (Frühling bis Herbst) von ca. 400Wh pro 100Wp Solarmodul (flach auf dem Fahrzeugdach montiert). Bei einem Bedarf von 1300 – 1400Wh  musst du also mindestens 300Wp (besser 400Wp) Solarmodule auf dein Fahrzeugdach montieren. Und diese Anlage wiederum bedingt mind. 200Ah Batteriekapazität (AGM/GEL) oder 110Ah Lithium-Ionen-Akku.

Mit mobilen, frei aufstellbaren Solarmodulen kann die Leistung deutlich erhöht werden; vorausgesetzt du richtest die Module immer optimal zur Sonne aus – was 1. deine Anwesenheit bedingt und 2. mit Achtsamkeit und Arbeit verbunden ist.

https://copin-solar.ch/produkt-kategorie/mobile-solaranlagen/

https://copin-solar.ch/produkt-kategorie/solarmodule-paneele/

So kommt die Sonnenenergie in deinen Akku:

Das Solarmodul wandelt Sonnenenergie in elektrischen Strom

Der Solarladeregler regelt die Ladung der Batterie (Energiespeicher)

Die Batterie – dient als Speicher für die gewonnene Solarenergie
gängige Batterietypen sind: GEL, AGM oder LifePo4 (Lithium)

Der Spannungswandler – wandelt den Batteriestrom (12V oder 24V) in Netzspannung (230V)
gängige Bezeichnungen sind : Inverter, Wechselrichter, Spannungswandler

Das 230V Ladegerät des E-Bike-Herstellers wird am Spannungswandler angeschlossen
(jeder Hersteller hat seine eigene Ladetechnik, Stecker etc.)

Der E-Bike-Akku wird geladen (auch nachts), da die benötigte Energie in der Batterie gespeichert ist.

Eine günstige Alternative zum Spannungswandler bietet
die Firma Powerbutler aus Deutschland an:

Die Ladegeräte von Powerbutler lassen sich mit 12V Bordstrom betreiben (Ein Wechselrichter ist daher nicht nötig). Einzig eine 12V Buchse braucht es dazu, diese ist fast in allen Wohnmobilen standartmässig vorhanden. Powerbutler bietet mittlerweise 12V Ladegeräte für diverse E-Bike-Systeme an: https://powerbutler.de/collections/powerbutler-single

Brauchst du Hilfe bei der Berechnung und Konzipierung deiner Solaranlage inkl. Batterie, Wechselrichter?
Beratung 120.-/Std.
– wenn du die Solaranlage und Komponenten bei uns kaufst, werden dir die Beratungskosten vollumfänglich am Kaufpreis angerechnet.

Bitte vorgängig Beratungstermin vereinbaren: samuel@copin-solar.ch

⇒ Nach meinem Wissensstand gibt es keine Möglichkeit, Solarmodule (Panele) direkt am E-Bike-Akku anzuschliessen, um direkt und unkompliziert den Akku aufzuladen!

 


E-Bike mit Solarstrom laden?

Die Frage vieler Leute ist: Kann ich mein E-Bike direkt mit Solarstrom ‘füttern’?
Meine Antwort: Bisher ist mir kein entsprechendes System bekannt. Der Umweg führt immer über einen Akku/Batterie (siehe oben) oder über eine Powerbank mit integriertem Wechselrichter (230V).

Eine direkte Einspeisung  von Solarenergie in das E-Bike ist meines Wissens zur Zeit nicht möglich.
Falls jemand solch ein funktionierendes System kennt, bitte mitteilen (Muss aber auch für Bosch, Shimano, Yamaha etc. funktionieren, nicht nur für asiatische Billig-E-Bikes!

Möglich ist es, unterwegs einen zweiten Akku mit Solarstrom aufzuladen.
Dazu habe ich verschiedene Versuchsanordnungen ausprobiert. Dieses einfach nachzubauende Konzept sollte funktionieren:

Versuchsanordnung vom 29. Juni 2019

Die Versuchsanordung:
– Veloanhänger von Vitelli
– RAKO-Kiste 60 x 40cm
– Solarmodul flexibel 100Wp 67 x 101cm
– Solarladeregler MPPT SmartSolar 75/15
– 12V AGM Batterie 7Ah
– 12V Reiseladegerät von Bosch (alternativ Powerbuttler)
– Bosch E-Bike-Akku

Sowohl das Solarmodul als auch die Batterie, die als Zwischenspeicher/Puffer dient sind wohl noch zu klein dimensioniert. Ich denke ein Solarmodul von 150Wp wäre wohl nötig (Der Anhänger steht ja nicht immer optimal in der Sonne) und eine Batterie von etwa 20 AH wäre sinnvoll, da das 12V Ladegerät den Ladevorgang zum Schutz der Batterie unterbricht, wenn die Batterie stark entladen ist, was bei einer 7Ah-Batterie sehr schnell der Fall ist.

12V Ladegeräte für verschiedene E-Bike Systeme gibt es bei https://powerbutler.de/
Der Bosch 12V Travelcharger wird leider nicht mehr hergestellt.

Alternativ zur obigen Versuchsanordnung kann eine Powerbank mit integriertem Solarladeregler und integr. Wechselrichter verwendet werden (SUAOKI Power Station / GOAL ZERO Powerbank etc.).
Daran wird dann das normale 230V-Ladegrät angeschlossen.

 


Dieser Kommentar auf der welcom-Seite zusammen mit unserer Antwort könnte dich auch interessieren:

Hallo Samuel.
Da gibts nur eins 👍👍👍 entlich je mand der mir viele fragen beantworten kann. Wir sind wie ihr zwei zwei begnadete Outark Camper, und lieben ein feinen Espresso und sind natürlich zu 90% mit dem Bike richtig hart unterwegs. Wir haben noch den Muskel Akku da es uns graute E-Bike ohne Strom hinten mit zuführen oder da durch auf ein Camping angewiesen zu sein. Jetzt habe ich ein lössungsansatz gefunden. Kannst du mir grob sagen was ich alles brauche um 2 Bike mit Shimano E7000/250W 60Nm 504w Akku + ein Shimano E8000 /250/70Nm 504W Akku und 1 Nespressomaschine zu betreiben. Beste Grüsse aus Uri

Hallo Josef

Danke für deine 3 Daumenhoch und deine Anfrage.

Die Nespressomaschine wird mit 230V betrieben. Dafür benötigst du einen Wechselrichter mit genügender Leistung, wohl mindestens 1500W oder mehr. Solche Wechselrichter sind schwer und teuer.
Hab kurz gegoogelt, ist wohl nicht so einfach mit dem Nespresso im Outback:
https://www.motor-talk.de/forum/kaffeemaschine-mit-wenig-watt-t5318809.html
https://www.leben-unterwegs.com/2015/03/warum-du-mit-12-volt-geraeten-weder-kaffee-kochen-noch-haare-trocknen-kannst/
https://www.amumot.de/camping-12v-kaffeemaschine-wohnmobil/

Für Shimano Akkus gibt es meines Wissens keine 12V Ladegeräte. Das heisst, du benötigst das 230V Ladegrät und dafür auch ein Wechselrichter. Am besten werden die Akkus nacheinander geladen, aber das dauert! Um einen komplett leeren 500W Akku zu laden brauchst du wohl etwa 4 – 6 Std. Mal zwei gerechnet also etwa 8 – 12 Stunden. Für das Shimano-Ladegerät sollte ein 500W Wechselrichter ausreichen, denke ich (Das Bosch konnte ich mit einem 375W Wechselrichter betreiben)

Geht man beim Wechselrichter von einem Wirkungsgrad von ca. 90% aus und beim Ladegerät von ähnlichen Werten (der Rest wird in Wärme gewandelt), so benötigt eine Akkuladung wohl ca. 600 – 700Wh.
Man Rechne: 700Wh/12V = 58Ah (zwei 500W-Akkus also ca. 116Ah)

Meine Messungen mit einem 500W Bosch-Akku: https://copin-solar.ch/e-bike-und-solarstrom/

Die benötigte Batteriekapazität: Um die Solarbatterien nicht tiefer als 50% zu entladen, benötigt ihr also mind. eine Wohnraum-Batteriekapazität von von 230Ah (2 x 116Ah Stromverbrauch)
Da ist aber die Kaffeemaschine noch nicht eingerechnet! Inkl. Kaffeemaschine müsst ihr wohl mit einer Batteriekapazität von 300 – 400Ah kalkulieren, und das für einen einzigen Tagesverbrauch (klar, nur wenn die E-Bike-Akkus abends so ziemlich leer sind, was ja nicht immer der Falls sein wird).

Und jetzt kommen wir zu der benötigten Solarleistung:
Bei einem mittleren Tagesverbrauch von sagen wir mal 150Ah (E-Bike-Akkus und Kaffeemaschine) benötigen wir 12V x 150Ah = 1800Wh Solarertrag. Bei einem mittleren Tagesertrag von 400 – 600Wh pro 100W-Solarmodul benötigt ihr für einen autarken Campertag wohl etwa 400W Solarmodule und viel Sonnenschein. (Im Sommer bei konsequent optimal ausgerichteten Solarmodulen kann der Ertrag um einiges höher sein, aber während dieser Zeit seit ihr ja auf dem Bike und habt daher keine Zeit, die mobilen Solarmodule immer wieder gut zur Sonne auszurichten).

Wie du siehst, wird das Projekt ziemlich aufwändig und teuer, da ist der Muskelakku vielleicht doch die bessere Lösung? (Je nach Camper-Fahrzeug ist ja auch die mögliche Zuladung ziemlich beschränkt und Batterien sind schwer).

Wir halten es so: Meine Frau darf ein E-Bike fahren, ich fahre mit Muskelpower und den Kaffee kochen wir mit der Bialetti auf dem Gasherd. So konnten wir im Sommer 2018 zwei Wochen autark sein, d.h. ohne auch nur ein einziges mal an das 230V-Netz zu gehen. Unsere Cevennenreise 2018: https://copin-unterwegs.ch/cevenen-2018

Sonnige Grüsse aus Bern
Samuel


 

19 Gedanken zu „E-Bike mit Solarstrom laden?

  1. Hallo Samuel, super detailliert und informativ dein Bericht über E-Bike Akkus laden, hat mir sehr weitergeholfen! Jetzt habe ich doch noch eine Frage und hoffe du kannst mir weiterhelfen, bevor ich mich in Unkosten stürze und erst nachher merke, dass das so nicht geht wie ich es mir vorstelle. Ich baue gerade einen Dacia Dokker zu einem Microcamper um und möchte damit v.a. autark stehen. Wegen Platzmangel und Unkenntnis kann ich keine separate Zweitbatterie einbauen und dachte an eine mobile Powerstation mit Falt-Solarmodul. Jetzt meine Frage: Kann ich meinen E-Bike Akku Bosch Powerpack 400 (36V, 11Ah, 400Wh) am Solargenerator Goal Zero 400 Lithium aufladen? Dieser hat ja einen Wechselrichter von 500 Wh bereits eingebaut… Das wird sehr knapp, oder? Oder wäre evtl. auch nur eine Teilladung möglich oder geht dabei ein Gerät kaputt? Würde der Powerbutler Sinn machen dort einzustecken oder geht das dann auch nicht oder eben viiiiiiiel zu lange mit Laden? Sorry, ich habe versucht mich damit auseinander zusetzen, aber als nicht Elektriker ist das schon ziemlich schwierig. Vielen lieben Dank für deine Hilfe und beste Grüsse aus der Zentralschweiz
    Rabea

    1. Hallo Rebea

      Ich habe 2018 einen Test gemacht mit einem 350W Inverter. Mit diesem hat der Bosch Standart Charger 4A funktioniert. Um sicher zu gehen, müsstest du einen Test machen.

      Wo ich hingegen mehr Bedenken habe, ist ob du den Akku mind. zur Hälfte aufladen kannst mit dem GoalZero 400.
      Mit 39’600 mAh Kapazität (39Ah) hast du ca. 470 Wh max. Leistung zur Verfügung (100%). Meine Messungen mit einem 500W Akku von Bosch haben einen Leistungsbedarf von mehr als 700Wh für eine volle Ladung ergeben. Um deinen GoalZero 400 zu schonen, solltest du ihn nicht mehr als zu 80% entladen (20% Restkapazität). Damit stehen dir für einen Ladevorgang geschätzte 375 Wh zur Verfügung.

      Und vermutlich hast du ja noch andere Verbraucher, die du am GoalZero 400 anschliessen willst.

      Tja, genaueres kann ich dir leider nicht sagen. Du musst wohl einfach testen.

      Sonnige Grüsse aus Bern
      Samuel

  2. Was, wenn man eine lange Fahrradtour macht und sich am Fahrradanhänger ein Solarpanel montiert? Kann man damit direkt laden?
    Gruß, Wo

    1. Hallo Wolfgang – interessante Frage.
      Mir ist bis anhin noch keine solche Lösung bekannt. Du müsstest also forschen und ausprobieren!
      Einen Anhänger bauen mit einem flachen Dach; Grösse abgestimmt auf zwei? Solarmodule von je etwa 80 – 100Wp. Aus gewichtstechnischen Gründen würde ich flexible Module empfehlen (sind leicht und dünn). Solarmodule mit MPPT-Solarladeregler verbinden und an dessen 12V Ausgang ein 12V Ladegerät anschliessen. Du benötigst zwei E-Bike-Akkus, einen kannst du zum Fahren nutzen, den anderen hast du am Ladegerät angeschlossen. Bei schönem Sommerwetter müsste das funktionieren. 12V-Ladegeräte findest du evt. bei https://powerbutler.de/ (Der 12V-Travel-Charger von Bosch wird leider nicht mehr hergestellt)

      Viel Spass beim Bauen des Solarreiseanhängers für Fahrräder.
      Und lass bitte von dir hören und berichte von deinen Erfahrungen.
      Sonnige Grüsse aus Sardinien
      Samuel

    2. siehe hier : Marissa Muller hat das schon 2015 gemacht :
      https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=5_SGoka_LzI&feature=emb_logo

  3. Hallo,

    Eine Berluner Firma hat ein Ladegerät entwickelt, mit dem man (manche) eBike Akkus direkt am PC-Modul laden kann.

    Nähere infos hier:
    http://www.sunload-shop.de/solar-charger/sunload-mvelo-37v-pedelec-ebike-ladegeraet-12v-solar-100-240v.html

    1. Ich habe mit dieser berliner Firma Kontakt aufgenommen und nachgefragt, welche E-Bikes denn mit ihrem System direkt geladen werden können. Leider sind die in der Schweiz weit verbreiteten Global-Leaders wie Bosch, Shimano etc. mit diesem System nicht kompatibel.

  4. Guten Tag Samuel
    Ich habe folgende Solaranlage auf meinem Camper und möchte jetzt mein E-Bike mit Bosch Akku 500Wh laden, ich habe zwei AGM Akku mit je 95 AH reicht meine Anlage oder muss ich diese mit einem Solarmodul erweitern?
    Leistung (Wp-Wh/Tag): 120 – 480
    Modulanzahl: 1
    Maße (BxTxH mm): 1449 x 530 x 66
    Grues Roland

    1. Hallo Roland
      Mein Tipp: Ausprobieren! Nachrüsten kannst du immer.
      Gruss Samuel

  5. Ich habe lange überlegt, ob es Sinn macht mir ein ebike zuzulegen. Ich lebe in Griechenland auf Ikaria. Im Sommer hab ich überschüssige Solarenergie, allerdings macht es für mich keinen Sinn den Umweg über eine zweite Batterie zu machen und deren Ladezyklen zu gebrauchen um ein ebike zu laden. Ich habe daher meinen Reservewechselrichter Typ Westech WT-Kombi 2500 hergenommen. Dieser schaltet den Solarstrom direkt über den Wechselrichter, wenn die Solarbatterie voll ist. Ich habe eine kleine Batterie mit 10ah angeschlossen und das Laden über den Wechselrichter funktioniert einwandfrei ohne den Umweg über eine zweite Batterie, da die kleine Batterie ständig voll ist. Das ganze ist natürlich nichts für unterwegs aber wer eine bestehende Inselanlage hat, kann für ca. 600 Euro seine eigene Solarladestation bauen.

  6. Hallo Samuel

    ich will mit dem e-trike auch mal zwei tage ohne campingplatz touren,
    habe zeit und hab das jetzt kapiert das man 2 akkus bräuchte,
    einer lädt vom solardach des trikes , einer gibt strom an den motor .

    nur , mein Lipofe4, 30ah akku wiegt 8,5 kg einen zweiten akku würd ich gerne
    sparen.
    das ladegerät hat input: 100-240V , 50/60Hz und output: 42V, 4A
    das ist eh dabei für campingplatz etc.
    frage 1. wenn die solarzellen (ca. 200 W – noch keine gekauft ) in reihe geschaltet mehr als 100 V bringen, könnte man die
    irgendwie “direkt” an das ladegerät anstöpseln ?? (also zum laden auf der sonnigen wiese ) oder brauche ich zusätzlich
    noch diesen sunloader ?
    und wie verstöpselt man das?

    frage 2. könnte ich während der fahrt, den strom der solarzellen über einen ( ich glaub das teil
    heist ) inverter direkt auf den motor ( 36V, 250 W )geben , und den strom welcher dann noch fehlt zusätzlich aus dem
    akku ziehen ?
    sorry ich bin kein elektrotechniker – wüsste da jemand ob und wie das geht, und was da genau benötigt wird ??
    passende Stecker an kabel anlöten und wasserdicht machen das könnte ich.

    Vielen Dank
    Grüße
    Topse

    1. Hallo Topse
      Ich kenne dein Trike-Setting nicht, kann also nur eine vage Antwort geben.
      1. Damit die handelsüblichen Inverter und Solarladeregler überhabt funktionieren, benötigen sie immer eine Batterie als Spannungsgeber und Referenz des Systems, d.h. ohne zwischengeschaltete Batterie funktioniert das System nicht. Diese Systeme sind meist auch auf 12V oder 24V (LKW) ausgelgt.
      2. Mit dem Inverter-Strom kannst du nicht direkt auf deinen Motor, das musst du sicher über die Motorbatterie machen.

      Das aus meiner Sicht wohl einfachste Setting ist:
      – 200Wp Solarzelle auf dem Dach > MPPT-Solarladergeler 12V speist kleine 12V Lithium-Batterie (z.B. 20Ah) > 500W Inverter speist dein Ladegerät das du während der Fahrt am Akku angeschlossen lässt (Falls der Akku gleichzeitiges Laden und Entladen zulässt, das weiss ich nicht, müsstest du ausprobieren).
      So könntest du sowohl während der Fahrt als auch in den Pausen dauernd den E-Tricke-Akku nachladen.?

      Vielleicht gibt dir das Anregung für eigenen Versuche, ich hoffe es.
      Viel Erfolg wünscht dir copin-solar.ch – Samuel

  7. Hallo Samuel,
    sehr interessante fragestellungen mit noch interessanten Antworten. Danke für so gut veranschaulichte technischen Details.
    Ich bin eine etwas reifere Fahrrad lady, mit sehr vielen Rad kilometern in den Beinen und habe 2 Fragen:

    Ich lebe in einem Haus mit einer kleinen Solarinstalation, welche schätzungsweise vielleicht 1kW Strom pro Tag erzeugt und in Form von 220/230 Volt im Haus ankommt.
    Kann ich problemlos versuchen meine Boschbatterie in so einer Steckdose zu laden, oder anders gefragt, was könnte denn passieren falls die Leistung der Solarinstallation zu schwach wäre um den Akku wieder voll aufzuladen?
    Welche Mindestkapazität müsste die Solarinstalation dafür mindestens haben?
    Danke im vorraus für Deine Aufmerksamkeit.
    Herzliche Grüsse,
    Birgit

    1. Hallo Birgit.
      Ja, ganz einfach – Boschladegerät in die 230V Dose stecken und Bosch-Akku anschliessen. Sobald die Solaranlage genügend Strom liefert, wird dein Akku geladen. Wenn die Anlage kein oder zuwenig Strom liefert, wird der Ladevorgang unterbrochen und automatisch wieder fortgesetzt, wenn wieder genügend Solarleistung vorhanden ist. Aus meiner Erfahrung benötigt ein 4A-Ladegerät von Bosch etwa 300W – soviel müsste deine Solaranlage, resp. dein Inverter (Spannungswandler) also mindesten liefern können.
      Tipp – einfach ausprobieren, es kann dabei nichts kaputt gehen.

  8. Hallo zusammen,
    Ich habe seit etwas über einem Jahr mir eine Insel Solaranlage (stationär zuhause) aufgebaut. Darum weis ich aus Erfahrung: Wer sein E-Bike Akku zum laden ansteckt solange die Sonne scheint, dann wird über den Laderegler zwar in den Zwischenspeicher geladen, was aber vom Wechselrichter direkt verbraucht wird. Mit anderen Worten: wie schon öfter beschrieben dient die Systembatterie “nur” als Puffer, Systemreferenz für die Spannung. Somit könnt Ihr den Zwischenspeicher etwas kleiner dimensionieren.
    DIES IST NATÜRLICH MIT VORSICHT ZU GENIESSEN
    Solange die Panels Energie liefern die der Inverter gleich weiterverwenden kann, speist dies quasi direkt den Endverbraucher (mit den entsprechenden Verlusten: Kabel, Inverter usw.). Sollte überschüssige Energie von den Panels übrig bleiben, landet die einfach im Speicher.
    Dies gilt für alles was Verbraucht wird egal ob 230V oder 12V solange etwas von den Panels kommt. Der Wechselrichter nimmt sich von der Batterie was er braucht, ob das soeben von den Panels kommt oder schon in der Batterie ist, ist dem völlig egal.

    Wenn Ihr also z.B. am Morgen früh losfahrt und Abend sagen wir mal 17 Uhr zurück seit, steckt gleich die Akkus zum laden an. Obwohl es die Batterie als Systemreferenz braucht, läd es indirekt direkt den Akku weil um 17h im Sommer noch die Sonne scheint. Da der Wechselrichter sowiso die Energie von der Batterie nimmt und die Batterie sowiso vom Laderegler/Solarpanel geladen wird, müsst Ihr auch nichts machen ausser die Akkus noch bei Sonne zum laden anzustecken 😉

    Das einzige was noch beachtet werden sollte ist: wenn neben dem Laden doch noch ein Espresso oder sonst was her soll, dann muss der Inverter/Wechselrichter die entsprechende Leistung bringen können der/die Akku/s zu laden UND alles andere mit Energie versorgen zu können. Sprich, Ladegerät(e), Nepresso Maschine und alles was am Inverter angeschlossen ist zusammenrechnen (die Watt (W)), dies ergibt die Leistung (W) die er MINDESTENS! liefern muss.

    Und zum Schluss: Ich kann aus eigener Erfahrung nur zu gut untersützen was Samuel immer wieder geschrieben hat:
    versucht es einfach!
    Mit Verstand und ein wenig handwerkliches können kann fast nichts schief gehen. (Das Plus und Minus einer Quelle nicht ohne Verbraucher kurzgeschlossen werden sollte wird wohl jedem klar sein.)

    Viel Spass
    Freundliche Grüsse
    Nath

    1. Hallo Nath, vielen Dank für deinen Diskussionsbeitrag.
      Um einen 500W Akku mittels Inverter und 230V-Ladegerät zu laden, benötigt man ca. 600 – 700W Solarenergie (500W plus Kabel- und Geräte-Verluste).
      Auf dem Campingplatz abends um Fünf wird es dann schon sehr knapp bis unmöglich, noch einen 500W Akku zu laden ohne vorher schon eine entsprechend grosse Batterie (Zwischenspeicher) mit Solarstrom geladen zu haben. Ich empfehle deshalb, wo das möglich ist, eine genügend grosse Batterie im Fahrzeug einzubauen.

  9. Hallo zusammen
    Ich wohne auf einem Hügel ohne öV und benutze meine E-Bike anstelle des Autos (bin ja meistens alleine unterwegs zum Besorgungen machen). Das E-Bike hat einen Bosch CX Motor. Der Akku hat 625 W. Ladegerät Bosch: Input 230 V 50 Hz 1.5A, Output 36V 4A.
    Kann ich das E-Bike mit Solarstrom laden? Das heisst, was brauche ich für eine Installation dafür.

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